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Der Maulwurf

März 4, 2010 von Der Maulwurf  
Kategorie(n): Maulwurf

Der MaulwurfDer Maulwurf (Europäischer Maulwurf, Talpa) gehört zur Gattung der Säugetiere.

Er wird bis zu 20 cm groß, hat ein graues, braunes oder auch schwarzes Fell aus Wollhaaren und kann ein Gewicht von 50 und 150 cm erreichen.

Der Maulwurf ist hauptsächlich ein Insektenfresser. Er verzehrt keine pflanzliche Nahrung.

Den Großteil seines Lebens verbringt der Maulwurf unterirdisch. Seine Körperform und seine Sinnesorgane sind an diese Lebensweise angepasst.
Trotzdem ist der Maulwurf kein rein nachtaktives Tier.

Berühmt berüchtigt sind seien Vordergliedmaßen, mit denen er munter durch die Erde pflügt, damit seine Gänge gräbt und dabei die charakteristischen Hügel hinterlässt.

Falls Sie den Maulwurf in seinem Gang verfolgen wollen, beachten Sie dass, der Gang nicht direkt unter über dem Hügel liegt, sondern 10 bis 15 cm versetzt. Dies kommt durch die Grabbewegung zustande, bei der die Erde schräg nach oben geschoben wird.

Maulwürfe arbeiten schnell: in nur einer Stunde können Gänge bis zu 7 m entstehen. Sind die Gänge fertig, flitzt der Maulwurf mit bis zu 4kmh durch sie hindurch.

Winterschlaf halten die umtriebigen Gräber nicht, sie sind also auch zur kalten Jahreszeit vor neuen Maulwurfshügel nicht gefeit.

Maulwürfe sind Gott sein Dank dem Einzelgängertum zugeneigt und geben dies nur kurz zur Paarungszeit auf. Außerhalb dieser Zeit verteidigt das Tier ein ca. 2.000 m2 großes Gebiet, dass er mit seinem ganz speziellen Duft markiert. Nicht auszudenken, würde eine ganze Maulwurfsfamilie unter unserem Garten graben.

Achtung beim Fangen des Maulwurfs: er hat 44 Zähne, mit denen er recht kräftig zubeißen kann. Auch die Krallen an den Pfoten sind nicht zu unterschätzen. Nicht umsonst pflügt er damit so effektiv durch die Erde.

Falls Sie auf das natürliche Ende Ihres unterirdischen Gartenbewohners warten, müssen Sie sich 3 bis 5 Jahre gedulden. Seine Feinde wie Vögel, Füchse oder auch Hauskatzen verhindern aber meist ein mehr als einjähriges Überleben.

Wir Menschen dürfen, so sehr sie die hügeligen Souvenirs auch stören mögen, am Maulwurf nicht selbst Hand anlegen. In Österreich, der Schweiz und in Deutschland ist es per Gesetz verboten, einen Maulwurf zu töten.

Per se richtet ein Maulwurf in erster Linie optischen Schaden an. Die braunen Erdhügel im wohlgepflegten Rasen sind nicht jedermanns Sache.
Die Gräben können aber z.T. auch Pflanzenwurzeln beschädigen, Menschen haben sich in den eingesackten Ganglöchern schon verknöchelt und viele meinen, dass der Maulwurf zu viele der nützlichen Regenwürmer verspeist.
Der Ehre halber muss man dem Tier aber auch zugute halten, dass er eine Menge Schädlinge vertilgt.

Fotocredit: Marcin Pawinski istockphoto.com